Mini R53 Kaufberatung: R53 Pendler-Daily – passt Budget 5–7k? Worauf achten / wo kaufen?

Liebe Leute...

WIR SIND WIEDER DA!

Wir befinden uns jetzt mit aktuellster Software bei einem neuen Anbieter auf einer ordentlichen Plattform.

Noch ist nicht alles überspielt...
...das liegt daran, dass die Arbeit hinter den Kulissen nicht ohne gewesen ist.

Mehr dazu in diesem Thema:
https://r53-forum.de/forum/index.php?thread/5470-unser-großes-foren-update-ist-abgeschlossen/

Sebastian
  • Hallo zusammen,

    da meine Homeoffice Dekade bald endet, spiele ich mit dem ernsthaften Gedanken, mir ein zweites Auto zuzulegen.

    Einsatzzweck:

    • Daily/Übergangsauto für 2–3 Jahre
    • 2× pro Woche ~120 km (Autobahn), sonst wenig
    • Insgesamt realistisch 14–16 tkm/Jahr
    • Ich suche kein Projekt, sondern solide Substanz mit planbaren Kosten
    • Handschaltung bevorzugt

    Suchrahmen:

    • Fokus: R53 Facelift (170 PS, 2004–2006), aber Vorfacelift (163 PS) wäre ok, wenn sinnvoll
    • Budget: 5.000–7.000 €
    • Laufleistung: grob 120–170 tkm (Zustand/Historie wichtiger als km)

    Meine Fragen an euch:

    • Würdet ihr für meinen Use Case klar zum Facelift (170 PS) raten oder ist ein sehr guter 163 PS genauso sinnvoll? Gibt es Baujahre, die ihr bevorzugt/meidet?
    • Ist mein Budget 5–7k realistisch für einen R53 ohne Wartungsstau? Welche Preise seht ihr typischerweise bei 130k / 150k / 170k km?
    • Was sind eure Top 5 Punkte, die beim Besichtigen/Probefahrt zwingend geprüft werden müssen?
    • Welche Befunde sind für euch Dealbreaker?
    • Welche Wartungspunkte müssen belegt sein (Rechnungen), damit man nicht in versteckte Kosten läuft?
    • Was ist eurer Erfahrung nach ein realistisches jährliches Wartungs-/Reparaturbudget bei 14–16 tkm/Jahr?

    Danke euch vorab für jede ehrliche Einschätzung.

    Viele Grüße

    Andreas

  • Willst Du die Fragen EHRLICH beantwortet haben?

    Dann sind alle anderen Fahrzeuge die besseren, als das was Du zur Auswahl stellst.


    Alleine schon aus Deinem Punkt 4 , "Einsatzzweck"

    Oder auch letzter Punkt in Deiner Auflistung

    streiche:

    "Wartungs/Reparaturbudget"

    und setze in :

    "Grundüberholungskosten"

    Alleine schon aus Alter und den Macken heraus begründet, und nicht wie angefragt "sinnvoll", einfach nur SINNFREI und nur für verstrahlte.

    Ab da muss das Budget mit unter in´s unendliche gehen können/dürfen.

  • Also ich muss FlyingArt uneingeschränkt Recht geben.

    Ich habe meinen R53 JCW EZ 09/2004 mit 119.800 km im Frühjahr 2020 echt günstig und mit sehr guter Substanz bekommen.

    In 5 1/2 Jahren habe ich mittlerweile bei ca. 45.000 gefahrenen km nur an Teilen und Reparaturen ca. 8.500 € investiert (keine BMW MINI Werkstatt),

    sonst lägen die Kosten mindestens doppelt so hoch!

    Allerdings ist es mir mein Mini auch tatsächlich Wert, für den Spaß, den er mir bereitet wenn er bei gutem Wetter aus der Garage geholt wird :thumbup:

    Aus diesem Grund begrüße ich die meisten Neumitglieder im Forum auch mit dem Spruch:

    "Willkommen im Kreis der Bekloppten!" :D

    "Yieppieh - I'm back in a R53 JCW" :gamer:

  • Daily/Übergangsauto für 2–3 Jahre

    Vollkommen ungeeignet für den vorgesehenen Zweck.

    Lassen wir Aspekte wie die geringe Größe des Kofferraums (Einkäufe und so) mal außen vor - der S verlangt nach Super, besser Super Plus. Das belohnt er in der Stadt dann aber mit Verbräuchen ab 11 Liter aufwärts.

    Wenn Du meinst, das Ding absolut untertourig zu fahren - kannst Du machen, aber dann brauchst Du keinen Benziner mit Kompressor und der Leistung. Das können moderne Downsizing-Registerturbos besser.

    2× pro Woche ~120 km (Autobahn), sonst wenig

    Siehe oben. Verbrauch auf der Bahn bei moderater Geschwindigkeit natürlich entsprechend geringer.

    Ich suche kein Projekt, sondern solide Substanz mit planbaren Kosten

    Gibt es nicht.

    Ich halte meinen, der immer noch nicht online angeboten wird, für einen mit der besten Substanz von denen, die momentan online stehen.

    Aber selbst bei dem kündigen sich schon wieder die nächsten Sachen an. Diese Autos waren nie für Langlebigkeit gebaut und werden es auch nie sein. Man muss IMMER dran bleiben und laufend investieren und/oder selbst machen.

    Handschaltung bevorzugt

    Du wirst auch - im Vergleich - nur selten eine Automatik finden im S.

    Obacht: bei vielen sind entweder Ausrücklager oder Zweimassenschwungrad durch - oder beides.

    Zum Wechsel der Klamotten kannst Du gleich den Motor mitsamt Getriebe und Vorderachse ausbauen - deswegen verkaufen viele dann in dem Stadium, weil sie die Arbeit und Kosten scheuen.

    Budget: 5.000–7.000 €

    Nicht unmöglich, aber dann kannst Du sofort nochmal wenigstens 2t€ zur Seite legen für Sachen, die mit Sicherheit kurzfristig auftauchen werden.

    Laufleistung: grob 120–170 tkm (Zustand/Historie wichtiger als km)

    Laufleistung ist nicht interessant, ausschließlich die Liste der bereits erledigten Reparaturen.

    Allein in Sachen Motor sollten bei der Laufleistung gemacht sein:

    Pleuellager

    Wasserpumpe

    Kompressorüberholung

    Steuerkette und Ölpumpe (wenigstens nachvollziehbar! geprüft)

    Kompressions- und Druckverlustprüfung, abhängig davon dann Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen

    In Sachen Getriebe ist das gesamte Kupplungspaket definitiv ein Kandidat, den man unter Beobachtung haben muss.

    Elektrik ist tatsächlich nicht so wild.

    Man muss auf Wassereinbrüche an den A-Säulen achten, da sitzt der BC1 und der mag kein Wasser.

    Der Bereich der Heckklappe ist empfindlich - hier vor allem der Wischermotor. Aufschluß kann ein Blick in den Kofferraum geben - Teppich und die darunter befindliche Batterie bzw. Wasser im Batteriefach.

    Karosserie:

    Schäden unter den Rückleuchten - auch, wenn es von außen noch gut aussieht, sollte man so gut es geht von innen nachschauen. Die Dinger rosten von innen nach außen. Günter tw21 hat das in einem Thema hier wunderbar beschrieben und bebildert.

    Wenn der Wagen ein Panoramadach hat, die Abläufe von ebendiesem. Wenn die dicht sind, sucht sich das Wasser seinen Weg und landet dann oft da, wo ich es bereits bei Elektrik beschrieben habe.

    Die Griffleiste an der Kofferraumklappe - da gammelt es ebenfalls gern.

    Türfalze unten innen - am besten nicht nur schauen, sonder auch mit der Hand dran lang gehen.

    Wenn Du was für den Alltag suchst und einen MINI haben möchtest, hol Dir einen Cooper.

    Aus den 115PS kann man mit der originalen JCW-Software 125PS machen.

    Der Cooper hat nur ein Einmassenschwungrad.

    Die Kupplung ist deutlich geringer belastet.

    Der Motor hat deutlich weniger Anfälligkeiten und Probleme - vor allem in Sachen Steuerkette und Pleuellager.

    Der ganze Wagen säuft lange nicht so viel.

  • Ich kann mich den anderen hier zum Großteil anschließen. Was die Zuverlässigkeit betrifft haben mich meine Minis bisher nicht im Stich gelassen. Es ist meistens irgendwas zu machen (auch wenns nur Kleinigkeiten sind), aber laufen tut er immer.

    Die Autos sind halt mittlerweile um die 20 Jahre alt und wurden von ihren Vorbesitzern oft nur mit geringsten Mitteln am Leben erhalten.

    Themen wie Wassereintritt, Steuerkette, Wasserpumpe, Kompressorüberholung, usw. sind hier den meisten wahrscheinlich sehr bekannte Themen um die man sich irgendwann kümmern muss.

    Für mich ist der Mini aber im Vergleich zu anderen Fahrzeugen immernoch ein guter Deal. Lust zum Basteln sollte man am besten mitbringen.

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